Elektroauto THG-Quote verkaufen: Anbieter Preise im Vergleich

Sie haben ein Elektroauto und möchten von der neuen THG-Quoten Regelung profitieren? Vergleichen Sie hier alle Anbieter und sichern Sie sich die maximale Erstattung.

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THG QUOTE: Zeitleiste

Ab 2022 können Halter von Elektroautos jährlich Geld verdienen, indem Sie Ihre THG-Quoten, die Ihnen durch das Bundesimmissionsschutzgesetz zustehen, an Unternehmen verkaufen, die diese Quoten benötigen, um Ihre Grenzwerte zur Einsparung von Treibhausgasen einzuhalten. Dadurch wird es jedem ermöglicht, zumindest indirekt am THG Quotenhandel teilzunehmen. Lesen Sie im Folgenden die Entstehung der THG Quote bis zur aktuellen Ausgestaltung, die unter anderem die Förderung der Elektromobiilität als Ziel hat.

  • Einführung Biokraftstoffquotengesetz in Deutschland

    Das Biokraftstoffquotengesetz wurde am 26.10.2006 im Deutschen Bundestag verabschiedet und regelte ab 2007, dass ein ein bestimmter Mindestanteil des Kraftstoffabsatzes in Deutschland aus Biokraftstoffen bestehen muss.

  • Ablösung durch Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote)

    Die neue THG-Quote fokusierte im Gegensatz zum vorher geltenden Biokraftstoffquotengesetz verstärkt die tatsächliche Minderung von Treibhausemissionen. Mineralölkonzerne sind nun verpflichtet, jährlich Ihre Emissionen um einen bestimmten Prozentsatz zu senken.

  • Änderung des Bundes-Immissionsschutzrecht

    Durch die 2018 erfolgte Änderung des Bundes-Immissionsschutzrecht wurde die Anrechenbarkeit von Biokraftstoffen zur THG Quote eingeschränkt, um den zunehmenden Anbau von energiehaltigen Nutzpflanzen auschließlich zr Kraftstoffproduktion einzudämmen.

  • Anrechnung Treibhausgasminderung Elektromobilität

    Durch eine Änderung der 38. BImSchV ist ab 2022 erstamls eine Anrechnung der Treibhausgasminderung von Elektrofahrzeugen möglich. Das bedeutet, dass von nun an auch Halter von Elektrofahrzeugen Ihre THG-Quoten verkaufen können. Dies eröffnet Elektroauto Fahrern einen neuen Weg, jährlich durch Veräußerung Ihrer THG-Quote Geld zu verdienen.

THG QUOTE: Anbieter im Vergleich

Vergleichen Sie alle Anbieter mit den jeweiligen Konditionen

THG Quote Anbieter im Vergleich (Stand: 6.11.2021)
Anbieter: Quotlix GreenTrax M3e eQuota ZusammenStromen Emovy
Logo Quotlix Logo GreenTrax Logo M3e Logo eQuota Logo ZusammenStromen Logo Emovy Logo
Auszahlung 300€ 300€ Keine öffentliche Angabe Keine öffentliche Angabe Flexpreis Keine öffentliche Angabe
Für wen Privat/Gewerbe Privat/Gewerbe Privat/Gewerbe Privat/Gewerbe Privat/Gewerbe Gewerbe (Elektro-Flotten)
Vertragslaufzeit Jeweils bis Abschluss Kalenderjahr Jeweils bis Abschluss Kalenderjahr Keine öffentliche Angabe 1-3 Jahre Jeweils bis Abschluss Kalenderjahr Keine öffentliche Angabe
Provision für Anbieter Feste Auszahlung, daher abhängig von Erlösen bei Quotenverkauf Wird laut aktueller AGB noch bekanntgegeben 30% Mindestens 30€, bei höheren Erlösen der verkauften THG-Quoten 20% Keine öffentliche Angabe Keine öffentliche Angabe

Anbieter Quotlix

Logo Quotlix

Das Unternehmen Quotlix wurde 2021 als Start-Up im Zuge der Neuregelung des Bundesimmissionsgesetz gegründet.

Ähnlich wie bei anderen Anbietern ist es auch hier Haltern von Elektroautos möglich, sich zu registrieren und Quotlix mit der Beantragung und Vermarktung der THG Quoten zu beauftragen.

Quotlix bietet die Vermarktung der THG Quoten sowohl für private, als auch für gewerbliche Kunden an. Ob die Dienstleistungen auch für größere Flotten in Anspruch genommen werden können, ist nicht bekannt.

Aktuell werden von Quotlix garantiert 300€ angeboten

Anbieter eQuota

Logo Equota

Das Unternehmen eQuota bietet bislang für B2B Kunden Lösungen zur Vermarktung der THG-Quote an. Kunden sind eigenen Angaben nach hauptsächlich Stadtwerke, Ladepunkt- sowie Flottenbetrieber. Das Unternehmen wurde von Fatih Gökgöz und Johan Grope gegründet, die zuvor in der Unternehmensberatung tätig waren und durch eQuota mehr Transparenz soeiw digitale Abläufe in den THG-Quotenhandel bringen wollten.

So ist das Kernprodukt aktuell ein vollständig digitalisierter Prozess zur Ermittlung und Verkauf der THG-Quote für gewerbliche Kunden. Darüber hianus möchte eQuota mit seinem Netzwerk an Quotenkäufern den eigenen Kunden einen Marktvorteil verschaffen.

Das neue Privatkundengeschäft soll nun auch Haltern von Elektrofahrzeugen ermöglichen, von den bereits im B2B Bereich gesammelten Erfahrungen zu profitieren.

Anbieter M3e

Logo M3e

M3e ist eine Unternehmensberatung aus Berlin, die neben der Beratung auch PR-Dienstleistungen für Unternehmen speziell aus dem Bereich der Elektromobilität anbietet. Das Start-Up konnte in der Vergangenheit bereits erste Referenzen bei Kunden wie z.B. dem ACE oder auch Daimler sammeln.

Mit dem Ankauf von THG-Quoten von Elektroauto-Fahrern bietet M3e damit erstmals auch einen Service direkt für Privatkunden an. Neben den privaten Haltern hat das Unternehmen aber auch Betreiber von Flotten und Ladeinfrastruktur im Blick.

Konkrete Angaben zu den tatsächlich ausgezahlten Beträgen am Ende macht das Unternehmen bislang nicht. Gesprochen wird von einer "dreistelligen" Summe, die nach Abzug der Prozesskosten beim Endkunden ankommen sollen. Auch eine App sei bereits in Planung.

Anbieter GreenTrax

Logo Greentrax

Der Anbieter Greentrax vertreibt den Ankauf von THG-Quoten für Privatkunden unter dem Label "fairenergy". Das Unternehmen sieht sich laut eigener Darstellung als eine Art Robin Hood, die den Mineralölkonzernen durch den erkauf der der THG-Quoten Geld entzieht und dieses an nachhaltige Projekte weiterleitet.

So teilt sich der Erlös aus dem Verkauf der THG-Quote, der laut fairenergy dieses Jahr bei 218€ liegt, in verschiedene Segmente auf. 162€ werden als Prämie direkt an den Elektroauto Fahrer ausgezahlt. Weitere 8€ fließen in "Energie-Gerechtigkeit", womit etwa Projekte für den Bau von Solaranlagen in Entwicklungsländern gemeint sind. 10€ werden an nicht näher definierte fairenergy-Partner ausgezahlt, die restlichen 38€ sind schließlich der Erlös für fairenergy bzw. das dahinter stehende Unternehmen Greentrax selbst.

Das im Hintergrund stehende Unternehmen Greentrax wurde Mitte 2019 gegründet. Daraufhin erfolgte zunächst die Spezialisierung auf B2B Lösungen zum Handel der THG-Quote. Mit der Einführung der Mehrfachanrechnung möchte das Unternehmen mit "fairenergy" den Privatkundenmarkt für sich erschließen. Entgegen dem verbreiteten Image und einer ".org" Domain Endung handelt es sich aber nicht um eine Organisation oder ein gemeinnütziges Unternehmen.

Fragen & Antworten zur THG-Quote

Was ist die THG-Quote?

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein Klimaschutzinstrument, das dazu beitragen soll, den Kohlendioxidausstoß insbesondere im Verkehrssektor zu reduzieren. Die THG-Quote verpflichtet Unternehmen wie Mineralölgesellschaften, die fossile Brennstoffe in Umlauf bringen, ihre Emissionen jährlich um einen festgelegten Prozentsatz zu reduzieren. Halten die Unternehmen diese Quote nicht ein, wird für jede nicht eingesparte Tonne CO2 eine Strafzahlung fällig.
Seit Anfang 2022 können auch Elektroautobesitzer von der Quote profitieren und mit ihrem E-Auto Geld verdienen, indem sie die eingesparten CO2-Emissionen ihres Fahrzeugs an Unternehmen verkaufen, die fossile Brennstoffe auf den Markt bringen.

Wie erhält man sein Geld für die THG-Quote?

Der Besitz des E-Autos kann mit der Zulassungsbescheinigung Teil 1 nachgewiesen werden. Damit soll gleichzeitig eine Doppelzulassung bei verschiedenen Anbietern verhindert werden. Der Fahrzeugschein muss jährlich neu vorgelegt werden, um den Bonus zu erhalten. Nicht zulassungspflichtige Fahrzeuge, auch wenn es sich um reine Batterie-Elektrofahrzeuge handelt, können dagegen nicht angerechnet werden.
Das Umweltbundesamt (UBA) als zuständige Behörde prüft die Anträge und bescheinigt sie. Die Anbieter verkaufen dann die gesammelten UBA-Zertifikate an die Kraftstoffunternehmen. Der Erlös fließt an den Verbraucher zurück - meist abzüglich einer Provision für den Anbieter.

 

Wer bekommt eine THG-Prämie?

Alle Besitzer eines rein batteriebetriebenen Elektrofahrzeugs können ihre Treibhausgasquote verkaufen. Dies gilt sowohl für Privat- und Geschäftsfahrzeuge als auch für Elektromotorräder und E-Scooter mit Zulassung. Plug-in-Hybride sind von der Regelung ausgenommen. Es spielt keine Rolle, ob das Auto gekauft, geleast oder behalten wurde, solange der Besitzer im Fahrzeugschein eingetragen ist.

 

Worin unterscheiden sich die Anbieter?

Die Anbieter bieten verschiedene Auszahlungsmöglichkeiten an. Oft gibt es eine fixe Variante, bei der ein bestimmter Geldbetrag garantiert wird, oder eine flexible Variante, bei der die Höhe der Auszahlung vom erzielten Marktpreis abhängt. Der Auszahlungszeitpunkt ist oft unterschiedlich, meist geschieht dies nach der Bearbeitung durch das UBA, verschiedene Anbieter bieten aber auch eine Sofortauszahlung an. Es gibt auch Anbieter, die Spendenoptionen anbieten, z.B. bei nachhaltigen Projekten.

Wo bekommt man die THG-Prämie?

Bislang lohnte sich das Prinzip wegen des hohen Verwaltungsaufwands vor allem für Flottenbetreiber mit vielen Elektroautos. Inzwischen gibt es jedoch spezialisierte Anbieter, die diesen Verwaltungsaufwand für Elektroautofahrer gegen eine geringe Beteiligung an der Prämie übernehmen. Da der Markt noch jung ist und sich die Konditionen der THQ-Quotenanbieter ständig ändern, lohnt es sich, jedes Jahr die aktuellen Angebote zu prüfen.

 

Wie erhält man sein Geld für die THG-Quote?

Der Besitz des E-Autos kann mit der Zulassungsbescheinigung Teil 1 nachgewiesen werden. Damit soll gleichzeitig eine Doppelzulassung bei verschiedenen Anbietern verhindert werden. Der Fahrzeugschein muss jährlich neu vorgelegt werden, um den Bonus zu erhalten. Nicht zulassungspflichtige Fahrzeuge, auch wenn es sich um reine Batterie-Elektrofahrzeuge handelt, können dagegen nicht angerechnet werden.
Das Umweltbundesamt (UBA) als zuständige Behörde prüft die Anträge und bescheinigt sie. Die Anbieter verkaufen dann die gesammelten UBA-Zertifikate an die Kraftstoffunternehmen. Der Erlös fließt an den Verbraucher zurück - meist abzüglich einer Provision für den Anbieter.

 

"Durch den Vergleich der Anbieter, die einen Ankauf der Rechte zur Veräußerung von THG Quoten anbieten, profitieren Elektroauto Fahrer von der höchsten Erstattung für sich. "